Ironscout 2013 in Bad Godesberg (Bonn)

Jeder kennt diese Tage, an denen man denkt: Hätte ich mehr trainiert, hätte ich weniger Schokolade mit ganzen Haselnüssen in den letzten Wochen gefuttert, hätte ich dreißig Euro mehr für die viel besseren Schuhe ausgegeben. Hätte hätte Fahrradkette. Glücklicherweise ging es uns Häschber Pfadfindern am Ironscout Wochenende nicht so. Der Ironscout ist ein Event, an dem man bis zu 24 Stunden Zeit hat, wandernd – ja, genau, zu Fuß, bei Regen, Sonnenschein, Kälte, Wärme, Tag und Nacht – Stationen anzulaufen, um dort Punkte zu sammeln. Ein guter Vergleich wäre die Schnitzeljagd, aber ohne die lieben Kleinen.

Wir fuhren also Freitagmorgen (böse Zungen behaupten, man sei teilweise geflogen) frohen Mutes, ausgeruht und hochmotiviert gen Bad Godesberg bei Bonn. Drei Buben und ein Mädchen machten sich dann nachmittags auf, um Punkte zu holen. Die erste Station war nach einem Gewaltmarsch von etwa zwei Stunden erreicht. Als Klettermaxe absolvierten wir dort mit einigen Wurfkunststücken die erste Aufgabe und labten uns anschießend an Kaffee und Tee. So viel zur ersten Station.

Und unser Resümee nach zwanzig Stunden Hiking? Gute Gespräche und Diskussionen, freundliche Atmosphäre ähh moment, das soll keine Wahlwerbung sein, also:

Sieben Stationen, 50 km, Regen, tolle Menschen und super Spiele, wahnsinns Selbstbedienungs-Apfelplantagen, kämpferische Pfadfindergruppen mit dem Drang, zu überholen aber dann trotzdem nicht schneller zu sein, Latte Macchiato, vergessener Proviant, Regen, Banänchen, ein Burgfräulein und ein starker Ritter mit tollem Pferd, Wartezeiten, Fischsuppe, Dschungel und Teer, Turnschuhe, Kuchen, Schminke, super Kartenlesen, Laserbehandlung, Frankfurt, verdammt schwere Sandsäcke, ein komplett neu erfundenes Ratespiel, Regen, Lagerfeuer, Gedanken nach Würzburg  ..und ein super Team. Check!

Erschöpft, gut gelaunt und eine heiße Dusche herbeisehnend erreichte wir Samstagmittag das Basislager. Dann ging alles sehr schnell: Ab ins Zelt neue Klamotten und Duschzeugs holen, duschen und Zähne putzen und ab auf die aufblasbare Isomatte und rein in den kuscheligen Gänsedaunenschlafsack. Fünf Stunden Schlaf war alles, was wir wollten. Tja und was dann folgte, war auch sehr gut. Ein deftiges Essen (es gab in der Tat Nudeln Bolognese und Gemüseeintopf mit Lyoner) und ein paar Bonner Biere in einer sehr geselligen Runde von mehreren Hundert Pfadfindern taten ihr übriges und versetzten uns vollends in Partylaune. Tja und wer hätte das gedacht, die Abschlussparty war eine echte Sause. Unser Dank gilt an dieser Stelle den beiden Combos (und ja, ganz besonders der Blondine), dem echt guten spotify DJ und unserem heimlichen Partykönig im grünen Shirt.

Nächstes Jahr dürfen dann auch unsere Pfadis ran! Infos zu diesem Event findet ihr hier: www.ironscout.de

Gut Pfad, Tami

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